Belohnung: Aussicht vom Sveti Jure

Mit den Crossern Richtung Süden Teil 2

Sonntag

Wie zu erwarten war, haben wir es getan 😀 : Wir sind natürlich beim Bergzeitfahren auf den Sveti Jure mitgefahren. Etwas müde, aber doch auch motiviert sind wir heute Morgen losgefahren. Zum Glück war letzte Nacht die Zeitumstellung, da ist es nicht ganz so grausam, im Urlaub um 7 Uhr aufstehen zu müssen (ein bisschen grausam ist es aber trotzdem!!)

Auf dem Weg waren wir uns immer noch nicht sicher, ob das Ganze überhaupt stattfindet, denn die Informationen im Internet schon eher dünn. Aber egal, selbst wenn wir kein sportliches Event finden sollten, hätten wir an dem Tag trotzdem nach Makarska gewollt, um von dort mit der Fähre nach Brac überzusetzen. Es war also (bis auf die Uhrzeit) relativ egal.

Vor dem Start
Vor dem Start

Tatsächlich sahen wir schon auf der knapp einstündigen Fahrt nach Makarska  einige Radfahrer, und in der Stadt selbst fanden wir auf Anhieb die Anmeldung. Während ich noch dachte „das heißt ja immer noch nicht, dass wir mitfahren müssen, da vorne liegt die Fähre“  hatte ich plötzlich schon eine Startnummer in der Hand. Wie kam das denn jetzt?! Na gut, dann fahren wir wohl mit, und ich versuche mal aufzuwachen 😀

Nichts überstürzen: das Gute an 30 Kilometern bergauf ist, dass man langsam losfahren kann! :-D
Nichts überstürzen: das Gute an 30 Kilometern bergauf ist, dass man langsam losfahren kann! 😀

Leider fühlten sich meine Beine heute morgen an wie Beton. Schade, am Mittwoch hatte ich auf dem Weg zum Gipfel richtig gute Beine, fuhr kraftvoll und fast mühelos auch die steilsten Rampen. Heute Morgen fand ich schon leichte Steigungen anstrengend. Deshalb fiel das Warmfahren auch ziemlich kurz aus.  Das wir mitmachen, stand trotzdem außer Frage: Da oben war es wirklich schön, und ich wollte sowieso nochmal hoch. Mein Plan war, Rennen hin oder her, gemütlich hochzufahren und es zu genießen. Dadurch, dass ich wusste, dass es 30 Kilometer nonstop bergauf geht, ging ich mit einer großen Portion Respekt an die Sache ran. Zu schnell losfahren und überziehen, wie ich es sonst gerne tue, wäre hier wirklich unschön, da es unterwegs keine Möglichkeiten gibt, kurz durchzuatmen.

Das schien die andere weniger zu interessieren. Wie von der Tarantel gestochen rasten einige Fahrer los. Normalerweise lasse ich mich davon nur allzu gerne anstecken, heute ließ ich die Sache langsam angehen. „Komm, bleib dran“, versuchte mich Martin zu motivieren. Och nö. Erst mal nicht 😀

Auch wenn es nur Kuna sind: mit mehreren Hunderter-Scheinen Preisgeld war das Startgeld wieder drin ;-)
Auch wenn es nur Kuna sind: mit mehreren Hunderter-Scheinen Preisgeld war das Startgeld wieder drin 😉

Wir fuhren trotzdem zusammen – erst mal langsam, wurden aber mit zunehmender Höhe immer schneller. Oder wurden wir nur – anders als die anderen – nicht langsamer? So oder so, wir pendelten uns auf einem guten Tempo ein – flott, ohne uns abzuschießen – und sammelten einige der Losgesprinteten ziemlich bald ein. Die versuchten dran zu bleiben, platzen aber jeweils nach wenigen Metern weg. Das bestätigte meine Theorie, dass Überziehen hier übel ausgeht – wir blieben im Takt. Je höher wir kamen, desto weniger andere Fahrer sahen wir – im Ziel stellten wir fest, dass das daran lag, dass nicht mehr allzu viele vor uns waren (und davon einige sehr deutlich vor uns 😀 ). Ein fitter Mountainbikefahrer hatte sich uns unterwegs angeschlossen, zu Dritt erreichten wir nach zwei Stunden und vier Minuten das Ziel. Dass das gar nicht mal schlecht war, dachten wir uns schon. Wie gut, sahen wir allerdings erst bei der Siegerehrung: Der Mountainbiker war der drittbeste Mann, und ich die schnellste Frau in der Rennradwertung – mit 20 Minuten Vorsprung auf die zweite Frau. Insgesamt waren nur 13 Männer vor uns, die meisten davon mit Rennrädern – da haben wir uns mit unseren Crossrädern wirklich gut verkauft! Zudem haben wir nette Leute kennen gelernt, sind noch einmal eine wirklich schöne Tour gefahren und haben Ende Oktober nochmal ausgiebig die Sonne genossen – ein perfekter Sonntag 🙂

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