Unerwartete Wendung

Elf Wochen – das sind fast drei Monate. Genau elf Wochen habe ich auf die Ergebnisse der Untersuchungen des Mainzer Endokrinologen gewartet (hier hatte ich darüber berichtet). Anfangs kam es mir gar nicht wie Warten vor – ich habe das Leben genossen und mir keine Gedanken darüber gemacht. Auch als die „vier bis sechs Wochen“, nach denen ein Brief mit den Ergebnissen bei mir ankommen sollte, vorbei waren, blieb ich entspannt. In dem Artikel „Zeit ist relativ“ von vor knapp drei Wochen war ich mir noch sicher: „Ob, wann und was bei den Untersuchungen rauskommt, wird sich zeigen – daran […]

Zeit ist relativ

Bei mir ist es ruhig geworden. Nicht ruhig im Sinne von langweilig, sondern wunderbar ruhig. Es läuft gut, und vor allem konstant gut. Keine wilde Achterbahnfahrt mehr aus schlecht – ganz schlecht – übertriebener Hoffnung, sondern ein sehr angenehmes, konstantes, wundervolles gut. In jeglicher Hinsicht. Ich habe keine Schmerzen und bin sogar schon wieder in einer mehr als annehmbaren Form – nicht überragend, aber so, dass ich mit Freude meiner Arbeit und Freizeit nachgehen kann. Wenn ich mich ein paar Tage weniger bewege, habe ich auch wieder Hummeln im Hintern, und hüpfe wenig altersgerecht durch die Gegend, bis ich meine […]

Medienwahnsinn

Vor ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass auf meinem Laptop ein ganz einfach zu bedienendes Bildbearbeitungsprogramm installiert ist. Da lässt man die Bilder einfach durchlaufen, und schon sind die Farben intensiver, die Sonne leuchtet heller, die Kontraste sind schärfer. Wahnsinn. Anfangs fand ich das toll. Ich hatte viele coole Urlaubsbilder, die damit noch besser aussahen. Die bearbeiteten Bilder werden dann jeweils hinter dem Original gespeichert. Als ich fertig war und meinen Ordner nochmal durchklickte, fiel mir auf, dass mir meine Originalbilder plötzlich fad vorkamen. Dabei fand ich die vor dem Bearbeiten gigantisch gut! Blauer Himmel, grünes Gras, Sonne, Schnee […]

Back to the roots

Das hier ist mein 50. Blogeintrag. Irgendwie schon verrückt, wie viel sich durch das Bloggen für mich in kurzer Zeit verändert hat: Ganz technisch und profan gesprochen, habe ich gelernt zu bloggen. Das ist wirklich ein toller „Nebeneffekt“, denn ich habe schon immer Spaß daran, Neues zu lernen – egal auf welcher Ebene. Bis vor einigen Wochen wusste ich nicht einmal, dass eine Homepage ein Backend und ein Frontend hat. In meinen (sehr einfachen) Worten ausgedrückt ist das Frontend das, was ein Seitenbesucher sieht, und das Backend der Bereich, in dem die Administratoren eine Seite verwalten und gestalten können. In […]

HOP 226

Triathlon-affine Menschen haben Assoziationen zu der Zahl 226: Es ist die Strecke, die bei einer „Langdistanz“ zurückgelegt wird: 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad  fahren und 42,195 Kilometer laufen = 226 Kilometer. „HOP“ ist ein Motivationsruf – und weit mehr als das! HOP steht für Hospiz Pirmasens. Was hat das Hospiz mit einem Langdistanz-Triathlon zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte! Ein kleiner Exkurs: Götz Krämer ist Redakteur bei der Pirmasenser Zeitung. Seit 2011 schreibe ich als freie Mitarbeiterin für den Sportteil der Pirmasenser Zeitung – und lernte dadurch Götz näher kennen. Da er wie ich leidenschaftlicher […]

Paradoxon Zeit

Lustigerweise habe ich mich heute mit jemandem über ein ganz ähnliches Thema unterhalten, über das ich gestern geschrieben habe. Dazu ist mir noch etwas eingefallen, das nicht einfach ergänzen, sondern nochmal ein bisschen vertiefen möchte: Es geht wieder um Menschen, die sich in einer Sache verrennen – wie wir alle ab und zu. Die nur noch eines im Kopf haben – und das rund um die Uhr. Nehmen wir heute mal als Beispiel die Arbeit: Es geht also um Menschen, deren letzter Gedanke vorm Einschlafen und der erste nach dem Aufwachen an die Arbeit „verschwendet“ werden – und die Träume […]

Vario delectat

In guten Lebensphasen macht man in der Regel Fortschritte in den Bereichen, in denen man sich Ziele gesetzt hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Familiäres/Zwischenmenschliches, Freizeitaktivitäten oder um Berufliches geht – jeder Mensch setzt seine Prioritäten und steckt dann entsprechend viel Energie und Zeit in die jeweiligen Bereiche. Das klingt auch gut und richtig – schade finde ich nur, dass man sich dabei meistens auf einen Lebensbereich beschränkt. Wer beruflich gerade Vollgas gibt, bei dem muss die Familie einstecken. Wer ambitioniert auf einen Marathon trainiert, sieht seine Freunde wahrscheinlich nur, wenn sie ihn bei einer Trainingseinheit begleiten. […]

Achterbahn

„Warum können wir eigentlich nicht an allen Tagen gleich fit sein“, seufzte eine Freundin gestern beim Training – bezogen darauf, dass wir gestern alle beide nicht so richtig auf dem Damm waren. „Ich bin froh darüber, dass das so ist“, sprudelte aus mir heraus. Echt? Erstaunt hörte ich mir selbst zu. Ich hatte nicht darüber nachgedacht, der Satz war mir direkt von meinem Unterbewusstsein über die Lippen gerutscht, ohne dabei den Umweg über das Gehirn zu nehmen. Also knipste ich im Nachhinein die Gehirnwindungen dazu, um zu verstehen, warum ich darüber froh bin. Wäre es nicht toll, jeden Tag so […]

Mentales Training

Die menschliche Psyche ist schon ein komisches Gebilde. Vier bis sechs Wochen soll es dauern, bis die Ergebnisse von meinem Gen-Test da sind. Die ersten drei Wochen habe ich überhaupt nicht daran gedacht, und wenn mich jemand gefragt hat, ob mich das Warten nicht nervt, habe ich mit voller Überzeugung: „Nö, jetzt nicht mehr. Es geht mir ja gut dabei“, geantwortet. Nach dreieinhalb Wochen ging es langsam los. Ist schon was im Briefkasten? Nein? Jetzt vielleicht? Immer noch nicht. Mh :-/. Heute sind es genau vier Wochen und zwei Tage, und langsam verliere ich die Geduld. Ich verstehe nur selbst […]

Wings for Life World Run

2014 habe ich mit zwei Freunden bei der Erstauflage dieses sehr coolen Events teilgenommen – damals in Darmstadt. In 31 Städten auf der ganzen Welt liefen zur gleichen Zeit Zigtausende Menschen los – und unterstützten mit ihrer Teilnahme die Forschung zur Heilung von Querschnittslähmung. „Zeitgleich“ heißt 11:00 UTC. Für uns war das sehr angenehm – um 13 Uhr kann man im Mai ganz entspannt loslaufen. Je nach Längengrad starteten manche aber natürlich auch mitten in der Nacht – mit trotzdem unglaublich hohen Teilnehmerzahlen. Der Hintergrund motiviert offensichtlich:  100% des Startgeldes gehen in die Rückenmarksforschung – bei der ersten Auflage mit […]