Ärztewahnsinn Teil 3

Was mich überhaupt dazu bewogen hatte, diesen Blog zu schreiben, war die Abweisung eines Endokrinologen, weil ich schon einmal im gleichen Quartal bei einem Endokrinologen war (hier die ganze Geschichte dazu).

Seitdem ist viel passiert – und ich muss schon wieder zu einem Endokrinologen. Das kann ja lustig werden. 🙂

Dieses Mal soll eine ganz andere Untersuchung gemacht werden, die nur dieser eine Arzt machen kann.

Also habe ich heute dort angerufen, um einen Termin zu vereinbaren.

Dass das eine Weile dauern würde, darauf stellte ich mich ein – aber ich hätte nicht gedacht, dass es so kompliziert werden würde.

Um eventuell einen Termin zu bekommen, muss ich zuerst eine Überweisung, meine Vorbefunde und meine Telefonnummer hinschicken. Der Arzt selbst entscheidet dann, ob er mich untersucht, und wie dringlich mein Fall ist.

Ungewöhnlich, aber ok. Nur heißt das für mich, dass ich jetzt schon wieder eine Überweisung für einen Endokrinologen brauche. Die Dritte für dieses Quartal.

Das groteske an der Sache ist, dass ich ja nie im Leben im März noch einen Termin bei dem Spezialendokrinologen bekomme, und dann im April ein neues Quartal ist, und ich wieder eine neue Überweisung brauche. Als ich die Sprechstundenhilfe am Telefon darauf ansprach, gab sie mir Recht. Das könne sie aber auch nicht ändern.

Der Arzt im Krankenhaus konnte/durfte mir keine Überweisung ausstellen (das muss der Hausarzt machen), hatte mir aber einen Konsilbericht für den Spezialisten ausgefüllt und mitgegeben. Und mir gesagt, dass er ihm auch gleich den Arztbrief weiterleitet. Also rief ich nochmal in der Spezialpraxis an – das reicht aber leider nicht, es muss schon eine richtige Überweisung sein. Und außerdem, so geht das nicht, dass da jeder irgendwas hinschickt.  Ich muss alles zusammen hinschicken.

Natürlich. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht. Ich bin es schon so gewohnt, dass es mich gar nicht mehr ärgert. Auch ein Fortschritt.

Und außerdem können die, die man am Telefon hat, ja nichts dafür. Also bedankte ich mich und rief meinen Hausarzt an.

Drei Mal Überweisung zum Endokrinologen in einem Quartal? Dieses Mal würde auch mein Hausarzt mich gerne sehen, bevor er mich nochmal überweist – ich kann es ihm nicht verdenken.

Kurz habe ich darüber nachgedacht, mir meine Überweisung von dem Endokrinologen, der mich nicht behandelt hatte, zurückzuholen. Schließlich müsste die da ja noch überflüssigerweise rumliegen. Aber da ich lieber freundliche, kompetente Menschen sehe als sozial und fachlich unfähige, gehe ich lieber zu meinem Hausarzt.

2 thoughts on “Ärztewahnsinn Teil 3

  1. Das ist jetzt aber eine andere Sprechstundenhilfe gewesen als letztes Mal, oder? Die Reaktion klingt so verdammt gleich. Nach dem Motto: “Da haben Sie recht, dass das totaler Unsinn ist. Aber wir wollen es trotzdem so. Tööröööö!”

    1. Ja. Und andere Praxis. Sogar andere Stadt. Vielleicht ist das Bestandteil der Ausbildung? 🙂
      Aber unterm Strich ist es ja wirklich so – die können nichts dafür, geben ja nur ihre Anweisungen weiter.
      Vollkommen sinnbefreit ist es natürlich trotzdem. Aber wenn das nicht so wäre, hätte ich ja auch nichts zu schreiben 🙂

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