Statt einem Blogeintrag könnte ich auch locker ein Buch darüber schreiben, was die letzten zwei Jahre in meinem Kopf angerichtet haben. Da ich weder mich so ausführlich damit beschäftigen will, noch diese konfusen Gedanken anderen zumuten möchte, belasse ich es bei einem Eintrag hier. Anfangs war ich überzeugt, dass bald wieder alles gut ist. Dass irgendwas in meinem Körper kaputtgegangen ist, dass ausheilen muss, und danach wieder in Ordnung ist. Dass es weiter geht wie bevor das alles angefangen hat, und ich wieder mein normales Leben weiterführen kann. Das passierte nicht. Zwar gab es anfangs Vermutungen, welche Verletzungen/ Veränderungen im […]
Weiterer Ansatz
Letzte Woche hatte Steffi einen neuen Denkansatz für mich: Flourchilolone, eine bestimmte Gruppe von Antibiotika. Diese können massive und sehr unterschiedliche Nebenwirkungen haben. Ich habe zwar in jüngster Vergangenheit kein Antibiotikum genommen, aber die Einnahme kann Jahre zurückliegen. Klingt unglaublich? Ja, fand ich auch. Umso erstaunter war ich nach wenigen Minuten nachlesen. Ich kam aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Die Einleitung eines Fernsehartikels darüber lautete: “Gefährliche Nebenwirkungen – Wie gängige Antibiotika die Gesundheit ruinieren Wer eine schwere Grippe, Nebenhöhlen-, Blasen- oder Mittelohrentzündung hat, bekommt vom Arzt ein Antibiotikum verschrieben. Das hilft gut und schnell. Was die meisten Patienten […]
Ärztewahnsinn Teil 3
Was mich überhaupt dazu bewogen hatte, diesen Blog zu schreiben, war die Abweisung eines Endokrinologen, weil ich schon einmal im gleichen Quartal bei einem Endokrinologen war (hier die ganze Geschichte dazu). Seitdem ist viel passiert – und ich muss schon wieder zu einem Endokrinologen. Das kann ja lustig werden. 🙂 Dieses Mal soll eine ganz andere Untersuchung gemacht werden, die nur dieser eine Arzt machen kann. Also habe ich heute dort angerufen, um einen Termin zu vereinbaren. Dass das eine Weile dauern würde, darauf stellte ich mich ein – aber ich hätte nicht gedacht, dass es so kompliziert werden würde. […]
Auf und ab und AUF
Am Sonntag hatte ich ein sehr motivierendes Gespräch mit einer tollen, aber leider nicht mehr praktizierenden Ärztin aus der Familie. Sie bestärkte mich in der Vermutung, dass es subklinisch verlaufende Krankheitsbilder gibt. Das bedeutet, dass Symptome vorhanden sind, ohne dass im Blut etwas nachweisbar ist. Gerade bei Krankheiten aus dem rheumatischen bzw. immunologischen Formenkreis sieht man manchmal erst nach Jahren, manchmal auch nie Auswirkungen am Blutbild, und trotzdem sind die Beschwerden da. Dafür, dass bei mir ein solcher Fall vorliegen könnte, sprechen nicht nur die Symptome, sondern auch, dass es unter Cortison so schnell und deutlich besser, und ohne Cortison […]
Geteiltes Schicksal
Eigentlich würde ich mir wünschen, dass es keine Foren für Leute wie mich gibt. Dass sich niemand über solche Symptome austauschen muss, weil niemand darunter leidet. Da es in diesem Fall leider bei Wunschdenken bleibt, bin ich aber froh, dass es Möglichkeiten zum Austausch gibt. Weil Geschichten mit gutem Ende Hoffnung geben, Berichte von Kämpfern Mut machen, und man voneinander lernen kann, was gut tut, und was weniger. Was mir besonders Mut macht, ist das gerade von Sportlern einige Fälle durch die Medien gehen. Vielleicht schärft das die Aufmerksamkeit für solche Fälle, macht sie „glaubwürdiger“. Vor zwei Wochen schaute ich […]
Ärmel hoch
Auch wenn es mir schwer fällt und ich einiges davon schon seit geraumer Zeit vor mir her schiebe: In dieser Woche ist Aktionismus gefragt! Arztbesuche zermürben mich zwar schon beim Gedanken an das Hinfahren, lange Warten und oft entmutigende, da ergebnislose Gespräch. Trotzdem habe ich entschieden, diese Woche nochmal drei in Angriff zu nehmen: Morgen habe ich einen Termin zur Besprechung von Untersuchungsergebnissen bei einem Rheumatologen. Ich glaube zwar nach so vielen negativen Befunden (was ja eigentlich super ist, mich halt leider nur nicht weiter bringt) nicht mehr an einen positiven Befund aber vielleicht kam ja doch was dabei raus. […]
Naturheilpraktische Behandlungen Teil 1
Dieser Artikel ist mir besonders wichtig, es fällt mir aber auch gleichzeitig ziemlich schwer darüber zu schreiben, da ich noch wenig Ahnung davon habe, worüber ich schreibe. Ich hoffe, ich finde die richtigen Worte und beschreibe die Abläufe korrekt. Bis Dezember 2016 hatte ich mit alternativer Heilung wenig zu tun – mit Ausnahme von Osteopathie. Das heißt nicht, dass ich sie aus bestimmten Gründen ablehnte, sondern einfach nur, dass ich nicht damit in Kontakt kam. Bis vor zwei Jahren war ich wenig krank. Von den üblichen Kinderkrankheiten und – zugegebenermaßen einigen – Sportverletzungen abgesehen war ich meistens fit und gesund, […]
Pizza
Ich habe in den letzen Jahren diverse Ernährungsweisen ausprobiert. Egal am was ich mich gerade hielt (oder es versuchte) , bisher gab es immer einen Weg, trotzdem Pizza zu essen. Low Carb Pizza zum Beispiel schmeckt wunderbar mit Teig aus Kichererbsenmehl, Mandelmehl, weißen Bohnen, Blumenkohl, .. – mit ganz viel Gemüse und Käse drauf :-). Die ersten “basischen” Tage ging es gut, aber dann verstärkte sich der dringende Appetit auf Pizza! Basische Pizza klingt im ersten Moment schwierig: eine Mahlzeit, deren Hauptbestandteile Weizenmehl und Käse sind, glutenfrei und vegan zubereiten? Die gute Nachricht ist: Das ist gar kein Problem! Zum […]
Danke für wundervolles Feedback!!
Wow. Als ich letzten Freitag den Link zu meinem Blog “öffentlich” gemacht habe, hatte ich schon ein bisschen Bammel, wie es aufgenommen wird. Nicht vor Reaktionen wie “stell dich nicht so an”, sondern vor Unverständnis und auch, dass sich Leute “veräppelt” fühlen. Meistens antworte ich auf die Frage “wie-geht’s“ mit “gut”. Nicht weil ich nicht ehrlich sein möchte, und auch nicht, weil ich denke, dass es die Fragenden nicht ehrlich interessiert. Sondern weil ich weder ständig alle mit meinem „Problem“ belasten, noch selbst ständig darüber reden möchte. Davon abgesehen, geht mir ja auch wirklich gut! Ich habe ein tolles Umfeld, […]
Ärztewahnsinn Teil 2
Nochmal eine Geschichte aus dem Wartezimmer: Ich habe schon vor fast zwei Jahren, also kurz nachdem der ganze Spuk bei mir losging, versucht, einen Termin bei einem Rheumatologen zu bekommen. Lag ja auch nahe, bei den Symptomen. In meiner Heimatstadt gibt es zwar nur einen – aber immerhin. In dessen Praxis hatte ich im April 2015 angerufen. Die Sprechstundenhilfe erklärte mir, man sei leider mit der Terminvergabe schon im November. Das war ganz schön lang bis hin, aber besser als nichts. Ich wollte den Termin daher trotzdem nehmen. Das allerdings war nicht möglich wurde mir erklärt. Die Termine könnten jetzt […]